Schilddrüsenkrebs

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass es unterschiedliche Formen von Schilddrüsenkrebs gibt, die es zu unterscheiden gilt. Die diversen Krebsformen der Schilddrüse können von unterschiedlichen Gewebezellen ausgehen. Bei den bösartigen Karzinomerkrankungen der Schilddrüse ist vor allem das papilläre Karzinom sehr häufig. Auch das follikuläre Karzinom ist bei Schilddrüsenkrebs eine häufige Karzinomform. Das sogenannte medulläre und das anaplastische Karzinom hingegen kommen verhältnismäßig selten vor.

Vergrößerung der Schilddrüse: Nicht immer bösartig

Die Vergrößerung der Schilddrüse, das sogenannte Struma, ist das Gegenteil der Schilddrüsenatrophie und kann unter Umständen ein Hinweis auf den Schilddrüsenkrebs sein. Ein Struma muss jedoch nicht zwangsläufig ein Indiz für eine bösartige Erkrankung sein: Auch eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse kann zu einer Vergrößerung führen, die aber medikamentös in den Griff zu bekommen ist. Das Jodmangelstruma ist eine nicht seltene Erkrankung der Schilddrüse. Mit Hilfe von Jod kann dieses Syndrom erfolgreich therapiert werden. Bleibt diese Behandlung erfolglos, kann dem Hormon TSH eine wichtige Bedeutung in der Therapie zukommen.

Symptome bei Schilddrüsenkrebs

Frauen sind häufiger von Schilddrüsenkrebs betroffen als Männer.

Frauen sind häufiger von Schilddrüsenkrebs betroffen als Männer.

Grundsätzlich muss man sagen, dass sich die klassischen Symptome bei Schilddrüsenkrebs nur sehr selten im frühen Stadium bemerkbar machen. Ist der Schilddrüsenkrebs jedoch bereits weiter fortgeschritten und der bösartige Zellwuchs weit ausgeprägt, kann es bei den betroffenen Patienten zu Schluckbeschwerden und/oder Luftnot kommen.

Ganz wichtig ist es, auf Veränderungen der Lymphknoten zu achten. Besonders im Halsbereich kann ein Karzinom zu vergrößerten Lymphknoten am Unterkiefer führen. Die geschwollenen Lymphknoten am Hals können unter anderem zu Problemen beim Schlucken und zu Heiserkeit führen. Auch eine Schilddrüsenvergrößerung, das bereits erwähnte Struma, sollte umgehend von einem Arzt untersucht werden, um Schilddrüsenkrebs auszuschließen oder eine möglichst frühzeitige Diagnose zu gewährleisten. In den meisten Fällen jedoch haben derartige Symptome aber harmlose Ursachen.

Ursachen für Schilddrüsenkrebs

Eine häufige Ursache für die bösartige Erkrankung der Schilddrüse ist eine erhöhte Strahlendosis, der man zum Beispiel als Kind ausgesetzt gewesen ist. Auch Röntgenstrahlen können das Risiko, im Laufe des Lebens an einem Schilddrüsenkarzinom zu erkranken, erhöhen.

Rein statistisch sind Frauen häufiger betroffen als Männer. In den meisten Fällen entsteht Schilddrüsenkrebs bei Menschen über 50. Wer über einen Kropf, d.h. Struma klagt, kann ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung aufweisen. Unterschieden wird zwischen kalten und warmen Knoten in der Schilddrüse. Diese Bezeichnung rührt daher, dass die Knoten in der radiologischen Untersuchung entweder dunkelblau oder violett dargestellt werden.

Zu einem großen Teil jedoch sind die Ursachen für Schilddrüsenkrebs noch immer unerforscht. Sicher ist jedoch: Auch die genetische Veranlagung spielt ganz sicher eine wichtige Rolle. Menschen, deren direkte Angehörige an einem Schilddrüsenkarzinom erkrankt sind, sollten in jedem Fall die Vorsorgeempfehlungen befolgen und die Kontrollmaßnahmen wahrnehmen.

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